Alisa Hecke

Alisa M. Hecke (*1991) ist als Theatermacherin, Kuratorin und Projektleitung interdisziplinärer Projekte zwischen Darstellender und Bildender Kunst tätig. Sie studierte im Bachelor Theaterwissenschaft in Leipzig und im Master Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie berufsbegleitend Kuratieren in den Szenischen Künsten in Salzburg und München. Seit 2013 produziert sie eigene Arbeiten, darin forscht sie szenisch an Natur- und Wahrnehmungsphänomenen und der Repräsentation von Körpern in theatralen wie musealen Kontexten, ihrer Wahrnehmung und Zuschreibung von Lebendigkeit und Materialität. Gemeinsam mit Regisseur und Medienkünstler Julian Rauter realisiert sie als Hecke/Rauter GbR interdisziplinäre Formate, die in Theatern und Ausstellungskontexten gezeigt werden. 2020 erarbeiteten sie das Kunstprojekt zur Taxidermie „The Big Sleep”, das von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird und in Form von Performances, Installationen und Hörstücken an verschiedenen Theatern und Naturkundemuseen in Deutschland und der Schweiz stattfindet. Darin betrachten sie die Tierpräparation als eine vielschichtige Kulturpraxis, die sich dem Verfall und dem Vergessen widersetzt. Grundlage ist eine Langzeitrecherche zum Paradigmenwechsel naturkundlicher Sammlungen im Zuge globaler ökologischer Veränderungen zu Orten der Erinnerung.

Neben künstlerischen Mitarbeiten im internationalen Kontext von Performance, Choreographie, Sprech- und Musiktheater, u.a. bei Ivana Müller, Monster Truck, RUHRORTER, Nico and the Navigators, Robert Wilson und dem Rundfunkchor Berlin, ist sie als Mitinitiatorin des Leipziger Kunstraums Westpol A.I.R. Space tätig. 2020 entwickelte sie gemeinsam mit der Bildenden Künstlerin und Performerin Angelika Waniek die Plattform für Reflexion und Feedback zeitgenössischer Performance Praktiken „you are warmly invited” in Leipzig.

Im Lehrgang erhielt sie ein (Teil-)Stipendium der Galerie Thaddaeus Ropac.

www.alisahecke.com

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