Xavier Le Roy

Xavier Le Roy hat einen Doktortitel in Molekularbiologie der Universität Montpellier und arbeitet seit 1991 als Tänzer und Choreograf. Er ist mit unterschiedlichen Kompanien und Choreografen aufgetreten. Von 1996 bis 2003 war er Artist-in-Residence im Podewil Berlin. 2007/08 war er Associated Artist am Centre Chorégraphique National de Montpellier, 2010 Artist-in-Residence fellow des MIT Program in Art-Culture and Technology in Cambridge (USA). Zurzeit ist er Artist-in-Residence am Théâtre de la Cité Universitaire in Paris (2013-15). Mit Soloarbeiten wie »Self Unfinished« (1998) und »Product of Circumstances« (1999) hat er der choreografischen Kunst neue Perspektiven eröffnet.
Seine jüngsten Arbeiten, wie z. B. das Solo »Le Sacre du Printemps« (2007), das Gruppenstück »low pieces« (2011) und Arbeiten für Ausstellungsräume wie »production« (2011), das er gemeinsam mit Mårten Spångberg schuf, »untitled« (2012) und »Retrospective« (2012), erzeugen Situationen zur Erforschung der Beziehungen zwischen Zuschauern/Besuchern/Performern und der Entstehung von Subjektivitäten. Seine Werke stellen die Beziehungen zwischen Betrachter/Besucher und Performer in Frage und versuchen Dichotomien wie Objekt / Subjekt, Tier / Mensch, Maschine / Mensch, Natur / Kultur, öffentlich / privat, Form / Nicht-Form zu transformieren oder neu zu gestalten.  Gemeinsam mit dem Ensemble Issho Ni kreierte er für das Ensemble Modern in Frankfurt die Ausstellung „Haben Sie ‚Modern’ gesagt?“ und er entwickelte, gemeinsam mit Scarlet Yu „Still Untitled“, eine Arbeit im öffentlichen Raum in Auftrag gegeben von Skulptur Projekte Münster 2017. Seit 2018 arbeitet er als Professor im Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.

 

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